Ratgeber · Systemwahl
Shopify vs. WooCommerce: die Entscheidung entlang der Kosten
Die Systemfrage wird meist emotional geführt und sollte rechnerisch entschieden werden. Dieser Vergleich stellt Gesamtkosten, Wartungsaufwand und Wirkung auf die Kaufabschlussrate gegenüber.
Auf einen Blick
- Der ehrliche Kostenvergleich: WooCommerce ist als Software kostenlos, aber nicht wartungsfrei.
- Checkout und Kaufabschlussrate: Der Shopify-Checkout ist millionenfach getestet und lässt sich kaum verschlimmbessern.
- Wann WooCommerce die bessere Wahl bleibt: Bei stark individueller Preislogik, gewachsenen WordPress-Inhalten mit hohem Traffic, Konfiguratoren mit vielen Abhängigkeiten oder vorhandenem Entwicklerteam ist ein Wechsel selten wirtschaftlich..
- Migration: Reihenfolge, die Rankings schützt: .
- Aus der Praxis: Ein Golf-Shop ist von WooCommerce auf Shopify umgezogen; die Kaufabschlussrate lag danach deutlich über dem Ausgangswert.
Der ehrliche Kostenvergleich
WooCommerce ist als Software kostenlos, aber nicht wartungsfrei. Hosting, Sicherheitsupdates, Plugin-Lizenzen und ein Ansprechpartner für Ausfälle summieren sich.
- Shopify: Plan 27 bis 289 € im Monat, Apps 50 bis 300 €, Wartung inklusive
- WooCommerce: Hosting 30 bis 200 €, Plugins 30 bis 200 €, Wartung 100 bis 400 €
- Der eigentliche Unterschied liegt nicht im Preis, sondern in der Verantwortung für Ausfälle
Checkout und Kaufabschlussrate
Der Shopify-Checkout ist millionenfach getestet und lässt sich kaum verschlimmbessern. Bei WooCommerce ist der Checkout frei gestaltbar – das ist ein Vorteil bei speziellen Anforderungen und ein Risiko bei allem anderen.
In Migrationsprojekten kommt die Verbesserung meist aus zwei Quellen: schnellere Seiten und ein kürzerer, klarerer Kaufabschluss.
Wann WooCommerce die bessere Wahl bleibt
Bei stark individueller Preislogik, gewachsenen WordPress-Inhalten mit hohem Traffic, Konfiguratoren mit vielen Abhängigkeiten oder vorhandenem Entwicklerteam ist ein Wechsel selten wirtschaftlich.
Migration: Reihenfolge, die Rankings schützt
- Bestandsaufnahme aller URLs mit Sichtbarkeit und Umsatz
- Produkt-, Kunden- und Bestelldaten übertragen und stichprobenartig prüfen
- Theme aufbauen, Produktseite und Warenkorb bewusst neu strukturieren
- 301-Weiterleitungen für jede alte URL setzen – ohne Ausnahme
- Tracking neu aufsetzen und die ersten vier Wochen täglich kontrollieren
Aus der Praxis
Ein Golf-Shop ist von WooCommerce auf Shopify umgezogen; die Kaufabschlussrate lag danach deutlich über dem Ausgangswert. Ausschlaggebend waren nicht das System an sich, sondern Ladezeit, mobile Produktseite und ein aufgeräumter Kaufabschluss.
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Häufige Fragen
Was ist besser: Shopify oder WooCommerce?
Shopify eignet sich für Händler, die verkaufen statt warten wollen: gehostet, sicherer Checkout, planbare Kosten. WooCommerce lohnt sich bei sehr speziellen Anforderungen und vorhandenem WordPress-Know-how oder eigenem Entwicklerteam.
Was ist günstiger, Shopify oder WooCommerce?
WooCommerce wirkt günstiger, weil die Software kostenlos ist. Nach Hosting, Plugins, Wartung und Sicherheitsupdates liegen beide Systeme bei vergleichbaren Gesamtkosten – Shopify verteilt sie nur planbar auf den Monat.
Ist die Conversion-Rate bei Shopify höher?
Nicht automatisch, aber der Shopify-Checkout ist stark optimiert und schwer zu verschlechtern. Bei Migrationen sehe ich vor allem deshalb Verbesserungen, weil Ladezeit und Checkout-Führung besser werden.
Wie aufwendig ist eine Migration von WooCommerce zu Shopify?
Für einen Shop mit bis zu 1.000 Produkten üblicherweise drei bis sechs Wochen: Produktdaten und Kunden übertragen, Theme aufbauen, Weiterleitungen setzen, Tracking neu aufsetzen.
Verliere ich bei einer Migration SEO-Rankings?
Nur bei fehlenden Weiterleitungen. Mit einer vollständigen 301-Weiterleitungsliste für alle alten URLs stabilisieren sich die Rankings in der Regel innerhalb von vier bis acht Wochen.